Die Gymnastikbewegung

BallerinaUnter Gymnastik versteht man allgemein verschiedene Formen der Leibesübungen. Der Begriff Gymnastik ist dabei zurückzuführen auf die Griechen, die alle Leibesübungen nackt, im Griechischen Gymnos, ausgeführt haben. Während in früheren Zeiten, gerade in Griechenland, unter Gymnastik eher Übungen aus dem Bereich des Wettkampfes, wie Speerwurf, Diskuswerfen oder der Ringkampf, verstanden wurde, werden heute unter dem Begriff Gymnastik Übungen aus dem Bereich der Fitness zusammengefasst. Dies ist vor allem auf Jane Fonda zurückzuführen, der im 20. Jahrhundert maßgeblich an der Begründung einer Fitness-, bzw. Gymnastikbewegung beteiligt war.

Heutige Formen der Gymnastik

Zu den heutigen Formen der Gymnastik zählen verschiedenste Übungen, die für ein körperliches, aber auch seelisches Wohlbefinden sorgen sollen und die in unterschiedlichsten Kursen angeboten werden. Hierbei können die Übungen sowohl aus der westlichen, als auch der östlichen Tradition entlehnt sein.
Ein Klassiker der Gymnastikübungen ist hierbei das sogenannte Aerobic. Mithilfe rhythmischer Musik wird dabei der Körper in Bewegung gebracht und verschiedenen, sich abwechselnden Abfolgen unterzogen. Oftmals werden die verschiedenen Übungen mit Hilfsmitteln, wie Hanteln oder Matten, ergänzt, die den Körper noch weiter fordern oder eine größere Bandbreite an Übungen ermöglichen sollen. Im Bereich, der Aerobic gibt, es dabei fast keine Grenzen – es kann in die Übungen alles eingebaut werden, was den Körper fit macht und die einzelnen Partien formt.
Eine weitere Form der Gymnastik ist die Beckenbodengymnastik. Diese ist vor allem im Gesundheitsbereich angesiedelt und soll zur Stabilität und Kräftigung des Beckenbodenbereichs führen. Die Muskeln, die hierbei trainiert werden, können bei Frauen beispielsweise einer Gebärmutter- oder einer Blasensenkung entgegen wirken und damit langfristig die Gesundheit des Körpers stabilisieren.
Eine weitere Form der Gymnastik, die gerade in den letzten Jahren immer größeres Aufsehen erregt, ist das sogenannte Pilates. Beim Pilates-Training wird mit Hilfe spezifischer Übungen der Körper und dessen Muskeln trainiert, hier vor allem aber der Rücken, der Bauch sowie die Beckenbodenmuskulatur. Dabei werden jedoch weniger die großen, offensichtlichen Muskeln angesprochen, sondern gerade die kleinen, die schwachen und oft vernachlässigten Muskeln sind Ziel des Trainings.
Ebenfalls in den Bereich der Gymnastik zählt die Wassergymnastik. Gerade für ältere Menschen bietet sie eine gute Möglichkeit, die körperliche Fitness zu steigern und sich selbst etwas Gutes zu tun. Da die Übungen hierbei im Wasser stattfinden, kommt es zu einer geringeren Belastung der Gelenke, was wiederum gerade bei schwächeren, instabileren oder untrainierten Muskeln, Knochen und Gelenken sehr von Vorteil ist.

Gymnastik im Wettbewerb

Auch im Wettbewerbsbereich hat die Gymnastik seit je her Einzug gefunden und ist auch heute noch vertreten. Besonders bekannt ist hierbei die Bodengymnastik, die in Form unterschiedlichster Turnübungen ausgeführt und gerade in osteuropäischen Ländern stark betrieben wird. Ebenfalls in den Bereich der Sportgymnastik fällt die Gymnastik an den Geräten. Hierbei muss der Turner stets verschiedene, vorgegebene Figuren an bestimmten Geräten exakt nachturnen. Zu diesen Geräten zählt beispielsweise der Baren, sowie das sogenannte Pferd.
Neben den Pflichtfiguren, die in der Sportgymnastik stets einwandfrei nachgeturnt werden müssen, gibt es außerdem noch freie Figuren, die von dem jeweiligen Turner konzipiert und dargestellt werden können. Gerade im Bereich der Bodengymnastik, und hier der Paargymnastik, können so, beispielsweise, unterschiedlichste Hebefiguren entstehen.

Foto: Karl-Heinz Wülfcken – Fotolia

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